04-28 Sa Dragonera

28. April 2019, Insel Sa Dragonera

Zunächst einmal musste das Programm umgestellt werden, da der für die Insel Sa Dragonera (Dracheninsel) vorgesehene Tag 4 (Dienstag) nicht geeignet war. Die Insel wurde an diesem Tag von zahlreichen Schulklassen aufgesucht, so dass unser Wanderleiter kurzfristig beschloss, Sa Dragonera schon am Sonntag, dafür aber ohne Schulklassen zu besuchen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück vom reichhaltigen Buffet brachte uns der Bus nach Sant Elm. Unterwegs hatten wir Gelegenheit in einem Supermarkt Getränke und Essbares für den Lunch zu besorgen. Es wurden Unmengen an Mineralwasser im Bus gebunkert. In Sant Elm stiegen wir auf ein kleines Schiff um, das uns zur Dracheninsel brachte. Die ganze Insel ist seit 1995 Nationalpark im Eigentum der Regional Regierung von Mallorca, nachdem die damals in Privatbesitz befindliche Insel 1977 an Investoren und Spekulanten verhökert werden sollte. Junge engagierte Einheimische bekämpften diese Absicht erfolgreich zwischen 1977 und 1987 und bewahrten die Insel vor der Zerstörung durch Ueberbauung. Heute ist ein striktes Bauverbot in Kraft, das die Regional Regierung nach dem Kauf der Insel verhängte. Eine Gedenktafel erinnert an den erfolgreichen Widerstand.

Wir stiegen auf einem schönen, über Trockenmauern führenden Serpentinenweg aufwärts, vorbei an blühenden wilden Gladiolen und wilden Olivenbäumen und an leider schon abgeblühtem Affodil bis wir die Ruinen des teils zerfallenen Leuchtturms auf dem Puig FarVell erreichten.

Wo es so viele Trockenmauern und Ruinen gibt, da sind Eidechsen zu Hause. Wir fanden sie in grosser Zahl, da sie auf der Insel keine Feinde haben. Sie zankten sich um das ihnen zugeworfene Futter. Die Tiere waren von dunkler Farbe, meist schwarz, manchmal schimmerte es ein wenig grün und waren bis 20 cm lang. Auf Anraten unseres Wanderleiters Fernando betrachteten wir die Eidechsen als Wildtiere, die man nicht füttern sollte, also hielten wir uns zurück.

Nach einer ausgiebigen Rast mit tollem Blick auf die Nordküste Mallorcas, auf Menorca und Ibiza in der Ferne stiegen wir auf demselben Weg wieder ab zu den Gebäuden der Naturschutzbehörde und gelangten auf einem guten Weg nach etwa 3o Minuten an die Nord Ost Spitze der Dracheninsel, dem Cap de Trasmontana mit dem gleichnamigen Leuchtturm. Der Rückweg wurde durch eine Rast an einem wunderschönen Platz unter Pinien, wo Tische und Bänke zum Verweilen einluden, unterbrochen, dann legten wir die kurze Wegstrecke zum Schiff zurück, das uns wieder nach Sant Elm brachte.

Bei einem Kaffee oder Bier oder Eis liessen wir den ersten Wandertag ausklingen. Der Bus war pünktlich zur Stelle und brachte uns zurück zum Hotel. Wir hatte einen schönen, interessanten Tag bei optimalen Wetter Bedingungen verbracht.

Michael

Hiking in Switzerland and around the world