2020-06 Corona Zeiten

06 – 07 2020, Jura Wanderungen in Corona Zeiten

Ich bin sehr vorsichtig mit dem Corona Virus Zustand umgegangen und kam irgendwie zurecht mit der Lage. Ich war aber fast immer zu Hause oder im Garten. Meine ausgeschriebene Rigi Wanderung am 4.Juli habe ich abgesagt, weil es dort zu viele Leute gehabt hätte und ich wollte auch noch nicht so weit mit dem Zug fahren.

Als die Regeln etwas gelockert wurden machten ich Spaziergänge von maximum 2 Stunden auf dem Bruderholz von zu Hause aus, aber im Hochsommer habe ich mehrere Wanderungen mit Freunden im nähen Juragewagt. Darunter waren zwei Sektion Baselbiet Naturfreunde Wanderungen und ein Novartis Club Wanderung.

03.06. Gempenplateau.

auf dem Gempenplateau

bei Dornach Schlosshof

Als erste Probe lief ich mit ein paar Freunden von Ziefen aus über das Gempenplateau. Schon um 11.30 sind wir auf dem höchsten Punkt in den Rand eines Gewitters geraten, aber noch vor Schönmatt wurde es wieder trocken. Dort haben wir gehofft einzukehren, aber sie hatten Ruhetag und wir sind weiter nach Dornach Schlosshof und schliesslich zum Goetheanum gelaufen. Wir sind nicht länger als 4 Stunden gelaufen, aber es hat mir gereicht für das erste Mal. Wir haben damals im OeV noch keine Masken getragen. Es gab genug Platz um Abstand zu halten. Zwei Tage vorher gab es einer grossen Gruppe Naturfreunde Basel-Riehen Mittwochswanderer auch auf dem Gempenplateau.

12.06. Falkeflue.

Bärenfells

Herrenmatt

Zu zweit sind wir von Aesch über steile unmarkierte Wege zur Bergruine Bärenfels aufgestiegen. Dieser Ort wurde scheinbar für militärische Zwecke benütz, weil es eine kommandierende Aussicht über das enge Birstal bei Schloss Angenstein besitzt. Im Herrenmatt waren wir die ersten Kunden des Tages für eine gemütliche Kaffee und Gipfelipause. Es ging dann an Falkeflue vorbei mit schönen Aussichten über das Birstal. Ein kurzer Abstieg brachte uns dann auf einen tieferen gelegenen Weg zurück nach Aesch, wo wir wieder zu unserem Auto kamen. Meine Begleiterin wollte gar nicht ins OeV einsteigen.

21.06. St.Ursanne.

St.Ursanne Tor

am Doubs

Die Wanderung von Courgenay nach St. Ursanne wurde für maximum 12 Teilnehmer von Novartis Berg- und Skiclub ausgeschrieben. In der Tat gab es 15 Teilnehmer verschiedenen Alters von mehreren Ländern und ich habe selten so viele Varianten von Englisch gehört. Es ging los von der anderen Seite der Jurakette nicht weit von der französischen Grenze und führte zurück zur historischen Stadt von St.Ursanne am Doubs. Dort hatten wir Mühe Platz in einer Wirtschaft zu bekommen wegen der ‘social distancing’. Glücklicherweise hatten wir schon in Seleute eine ausgiebige Rast eingeschaltet. Es war eine interessante Wanderung in einen mir unbekannten Teil des Juras und es hat mir gut gefallen.

05.07. Kaltbrunnental/ Fehren.

eine der Kaltbrunnental Wasserfälle

unsere Gruppe

Diese Wanderung wurde vom Naturfreunde Sektion Baselbiet ausgeschrieben und auf 10 Personen limitiert, was streng eingehalten wurde. Ich war aber nicht der einzige von Basel-Riehen. Es führt lange durch das schluchtartige, bewaldete Kaltbrunnental meistens im Schatten. Das Wetter war noch nicht so heiss und die Fotos wären mit etwas mehr Sonneneinstrahlung besser geworden. In der Schlucht gab es viele Leute, auch Familien mit Kleinkindern. Am Schluss kehrten wir im Fehren ein, weil es im Meltingen keine Beiz hatte. Am 15.August gab es noch eine Naturfreunde Wanderung mit 18 Teilnehmern von Meltigen nach Erschwil, die ich leider verpasst habe.

12.07. Kaltbrunnental / Beinwil.

Beinwil Kloster

Warten auf dem Bus

Bei der vorherigen Wanderung hatte ich schon den Wunsch, von Meltigen weiter hinüber nach Beinwil zu laufen, aber die Zeit hätte nicht gereicht. Ich habe einige Freunde inklusiv ein Paar von Frankreich zusammengetrommelt und wir sind nach Grellingen gefahren. Nach Meltingen gibt es eine Strasse hinauf zur Meltingerberg-Wirtschaft, aber auch einen Wanderweg der meistens im dichten Wald verläuft. Von oben hat man eine schöne Ausschicht über den Juraketten bevor man hinunter nach Beinwil mit seinem schönen Kloster absteigt. Dort wo wir auf dem Bus zurück nach Grellingen warten mussten gibt es leider keine Wirtschaft. In Bus und Zug war es schon obligatorisch eine Maske tragen.

19.07. Remel / Kiffis.

Kiffis

Der Cheval Blanc mit manchem Teilnehmer

Der letzte Naturfreunde Wanderung die ich mitgemacht habe stand auch im Basel- Riehen-Heft. Es hat 51 Teilnehmer gehabt! Normalerweise wäre die Anzahl beschränkt gewesen aber die Tourenleiterin war die Woche vorher in den Ferien und konnte deshalb niemandem absagen. Ich hatte sowie so gemeldet, dass ich von Metzerlen und nicht via Laufen auf dem Challpass kommen würde. Ich bin sogar hochgelaufen und als ich die Menge Leute aus dem Bus steigen sah bin ich erschrocken! Es muss sehr eng im Bus gewesen sein. Nach der Mitteilung der Tourenleiterin liefen alle ordentlich los, ein langer Tatzelwurm. Erst als wir Remel erreichten wurde es enger und es konnten nicht alle gleichzeitig in Gipfelnähe stehen. Aber nicht viel weiter gab es einen weitläufigen Rastplatz wo wir uns ausbreiten konnten. Es ging weiter auf breitem Weg durch Wald bis zum Dorf Kiffis auf Französischen Boden. Es konnten unmöglich alle in dem Restaurant au Cheval Blanc passen, aber einige wenige von uns haben sich für eine verdiente Erfrischung dorthin geschlichen. Inzwischen habe ich in der Basler Zeitung gelesen, dass dieses Restaurant einen Michelin Stern anstrebt! Ich habe die Wanderung sehr genossen trotz dem grossen Andrang von Leuten. Vielen Dank an die Wanderleiterin. Es war sicher für sie nicht einfach so viele Leute zu steuern, aber sie hat es problemlos geschafft.

23.07. Remel / Burg.

Burg

bei Metzerlen Kirche

Zufälligerweise befand ich mich bald wieder auf dem Remel, aber nur zu zweit. Wir fingen wieder im Metzerlen an, liefen aber Richtung französische Grenze und studierten die Grenzsteine aus verschiedenen Jahrhunderten bis wir die Burg erreichten. Auf schmalen steilen Weg und durch eine Höhle kamen wir von hinten zum Burghof wo wir eine Pause machten. Die Grenze führt weiter hinauf bis auf den Remel Gipfel an mehreren Grenzsteinen und einem kleinen Denkmal zum LSD Erfinder Hoffmann, der im Alter dort in der Nähe gewohnt hat, vorbei. Der Abstieg folgte meiner vorherigen Aufstiegsroute mit anschliessendem Halt in Metzerlen neben der Kirche zu ohrenbetäubendem Glockenklang.

Hiking in Switzerland and around the world