{"id":10812,"date":"2016-11-21T14:37:54","date_gmt":"2016-11-21T14:37:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.adrianwood.ch\/?page_id=10812"},"modified":"2016-11-21T14:37:54","modified_gmt":"2016-11-21T14:37:54","slug":"03-10-sangri-tempel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/?page_id=10812","title":{"rendered":"03 10 Sangri Tempel"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_10813\" aria-describedby=\"caption-attachment-10813\" style=\"width: 730px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.adrianwood.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KYK_0449_r7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10813\" src=\"http:\/\/www.adrianwood.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KYK_0449_r7.jpg\" alt=\"Sangri, Demetertempel\" width=\"730\" height=\"487\" srcset=\"https:\/\/www.adrianwood.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KYK_0449_r7.jpg 730w, https:\/\/www.adrianwood.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KYK_0449_r7-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10813\" class=\"wp-caption-text\">Sangri, Demetertempel<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Montag, 03. Oktober \u2013 Sangri, Demetertempel<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie am Vortag brechen wir 9.45 Uhr auf zum Bus. Diesmal steigen wir in einen gro\u00dfen Bus. Er f\u00e4hrt auf uns zun\u00e4chst bekannten Stra\u00dfen, zweigt dann aber ab zum Tempel von Sangri = <strong>Demetertempel<\/strong>. Der Tempel wurde um 530 v. Chr. vollst\u00e4ndig aus naxischem Marmor errichtet und geh\u00f6rt zu den fr\u00fchen ionischen Tempeln. Er hat eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr die Entwicklung der griechischen Tempelarchitektur, indem die Athener nach der Unterwerfung von Naxos und Paros den \u201einselionischen\u201c Baustil, der auf den Kykladen insbesondere auf Naxos entstand, \u00fcbernahmen. So entstanden im 5. Jh. v. Chr. eine ganze Reihe von Tempeln in demselben Stil, insbesondere das Erechtheion und der Nike-Tempel der Akro\u00adpolis; die Deckenkonstruktion wurde auch bei der Osthalle der Propyl\u00e4en \u00fcbernommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Tempel liegt auf einer Anh\u00f6he inmitten einer noch heute vor allem mit Getreide bebauten Ebene. Er ist eines der wenigen Bauwerke im inselionischen Stil, das in allen Teilen rekonstruiert werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab dem Jahr 1954 wurde das Tempelareal von griechischen Arch\u00e4ologen ausgegraben. In den 90er Jahren trugen Wissenschaftler der Athener Universit\u00e4t in Zusammenarbeit mit dem M\u00fcnchener Institut f\u00fcr Bauforschung aus der ganzen Region ausreichend Bauteile, die als sog. Spolien Verwendung fanden, zusammen. Aus alten und neuen St\u00fccken wurde ein Teil des Geb\u00e4udes wieder aufgebaut. Von besonderem Interesse ist die Dachkonstruktion. Der Tempel besa\u00df ein Satteldach, das von den f\u00fcnf in einer Querreihe stehenden S\u00e4ulen des Innenraumes getragen wurde. Gedeckt war das Dach mit d\u00fcnnen, lichtdurchl\u00e4ssigen Marmorziegeln = eine Erfindung auf Naxos. Im Innenraum waren die Marmorziegel des schr\u00e4gen Daches von unten aus frei sichtbar. Die S\u00e4ulen des Demeter-Tempels sind sehr schlank und glatt, ohne die meist \u00fcbliche Kannelierung. Wegen Fehlens einer waagerechten Decke mussten die S\u00e4ulen direkt das schr\u00e4ge Satteldach tragen. Aus diesem Grunde platzierte man sie unterschiedlich hoch, mit einem H\u00f6henunterschied von 1 m zwischen der mittleren und den beiden \u00e4u\u00dfersten S\u00e4ulen. Diese ungew\u00f6hnliche Konstruktion ist durch die Querorientierung des Raumes bedingt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich versuche, die teilweise Restaurierung anhand der Tafeln zu erg\u00e4nzen. Ungewohnt sind der Grundriss und die zwei Eing\u00e4nge \u2013 wo sind die Giebel, in welcher Richtung verl\u00e4uft der First? Eine Computersimulation w\u00e4re hilfreich. Aber ins Museum gehen wir Wandersleute nicht, sondern laufen ab hier in Richtung Meer. Die langweilige Stra\u00dfe zieht und zieht sich in die L\u00e4nge. Bis auf einige landwirtschaftliche gro\u00dfe Geh\u00f6fte keine Besiedlung. Irgendwann biegen wir ab auf unwegsames Gel\u00e4nde, \u00f6ffnen und schlie\u00dfen Weidegatter und gelangen tats\u00e4chlich in eine Ortschaft, die uns mit drei super neuen Villen (tolle Architektur) und einer Taverne empf\u00e4ngt. Alle suchen dort einen schattigen Platz, w\u00e4hrend Sabine und ich zum nahen Meer eilen und einen wenig besuchten Traumstrand vorfinden. Hier genie\u00dfen wir (FKK) einen wundersch\u00f6nen Nachmittag, Sonne pur. Siggi und Adrian leisten uns Gesellschaft. 19 Uhr ist ge\u00ad\u00admeinsames Abendessen in der Taverne angesagt. Irgendwann (meist sp\u00e4t) holt uns der Bus ab.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 03. Oktober \u2013 Sangri, Demetertempel Wie am Vortag brechen wir 9.45 Uhr auf zum Bus. Diesmal steigen wir in einen gro\u00dfen Bus. Er f\u00e4hrt auf uns zun\u00e4chst bekannten Stra\u00dfen, zweigt dann aber ab zum Tempel von Sangri = Demetertempel. Der Tempel wurde um 530 v. 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