{"id":11073,"date":"2016-11-27T12:09:59","date_gmt":"2016-11-27T12:09:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.adrianwood.ch\/?page_id=11073"},"modified":"2016-11-27T12:10:47","modified_gmt":"2016-11-27T12:10:47","slug":"09-10-akrotiri-perissa","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/?page_id=11073","title":{"rendered":"09 10 Akrotiri Perissa"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_11074\" aria-describedby=\"caption-attachment-11074\" style=\"width: 730px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.adrianwood.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KYK_0910a_r7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-11074\" src=\"http:\/\/www.adrianwood.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KYK_0910a_r7.jpg\" alt=\"Steilk\u00fcste nahe Vlichada\" height=\"487\" width=\"730\" srcset=\"https:\/\/www.adrianwood.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KYK_0910a_r7.jpg 730w, https:\/\/www.adrianwood.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KYK_0910a_r7-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11074\" class=\"wp-caption-text\">Steilk\u00fcste nahe Vlichada<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Sonntag, 09. Oktober &#8211; Ausgrabungen von<\/strong> <strong>Akrotiri und K\u00fcstenwanderung<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 9.3o Uhr bringt uns ein Bus in die H\u00f6he, wo wir bald bei den Ausgrabungen von <strong>Akrotiri<\/strong> aussteigen. 1967 entdeckte der Arch\u00e4ologe Marinatos eine Stadt der Kykladenkultur mit starkem Einfluss der minoischen Kultur. Die Stadt wurde in ihrer Bl\u00fctezeit durch einen Vulkanausbruch versch\u00fcttet und so f\u00fcr \u00fcber 3500 Jahre konserviert. Der exzellente Erhaltungszustand der Geb\u00e4ude und herausragender Fresken erlaubt Einblicke in die Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Bronzezeit in der \u00c4g\u00e4is.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gel\u00e4nde wurde kurz nach der Entdeckung \u00fcberdacht, um die freigelegten Geb\u00e4ude und andere Funde vor Wetter und Sonneneinstrahlung zu sch\u00fctzen. 2002-2005 ersetzte man die vielfach erweiterte \u00dcberdachung mit F\u00f6rderung der Europ\u00e4ischen Union durch eine neue Konstruktion &#8211; f\u00fcr mich in nie gesehenen gewaltigen Ausma\u00dfen. 2005 kam es zu einem Unfall, bei dem ein Teil der neuen \u00dcberdachung unmittelbar vor der Fertigstellung einst\u00fcrzte und einen Touristen t\u00f6tete. Zwischen 2009 und 2011 wurde ein neues Dach nach modernen Umweltstandards errichtet. Die \u00dcberdachung ist teilweise mit einer d\u00fcnnen Erdschicht bedeckt, die das Klima unter dem Dach auch bei mehreren tausend Besuchern am Tag m\u00e4\u00dfigt. Nach Norden gerichtete Fenster im Sheddach sind mit L\u00fcftungs\u00f6ffnungen versehen, ob elektronisch\/automatisch gesteuert, konnte ich anhand der eigent\u00fcmlichen Hebel nicht erkennen. Durch diese Fenster kommt Licht in die Ausgrabungsst\u00e4tte. Unser Rundweg durch die Stadt macht Einblicke in Souterrain- und Erdgeschossr\u00e4ume m\u00f6glich. Dabei sehen wir Details der Konstruktion von W\u00e4nden wie die Anordnung von tragenden Balken und der Fassadengestaltung. In einigen R\u00e4umen sind gro\u00dfe Vorratsgef\u00e4\u00dfe, Amphoren und andere keramische Gef\u00e4\u00dfe sowie Mahlsteine und weitere Artefakte angeordnet, die auf Verbindungen zu \u00c4gypten und dem minoischen Reich hindeuten. Funde auf allen Kykladeninseln zeugen von Marktmacht\/Einfluss der Stadt. Tonr\u00f6hren liefern den Beweis, dass die H\u00e4user an eine \u00f6ffentliche Kanalisation angeschlossen waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anders als in Pompeji wurden in den Asche- und Bimssteinschichten von Akrotiri keine menschlichen \u00dcberreste gefunden. Es gibt in den H\u00e4usern keinen Schmuck und nur wenige aufw\u00e4ndig gefertigte Werkzeuge. Dies deutet darauf hin, dass die Bewohner vor dem Vulkanausbruch noch Zeit hatten, mit ihren Wertsachen auf die Boote zu fliehen. Die Warnung vor der eigentlichen Eruption geschah offenbar durch ein Erdbeben. Nach dem Erdbeben kehrten einige der gefl\u00fcchteten Bewohner zur\u00fcck. Sie legten die Stra\u00dfen wieder frei, rissen besch\u00e4digte Mauern ein und sortierten wiederverwendbares Baumaterial. Au\u00dferdem bargen sie M\u00f6belst\u00fccke und G\u00fcter. So wurde ein Stapel Bettgestelle gefunden, die aus einem Haus zum Abtransport bereitgestellt wurden. Unbesch\u00e4digte Kr\u00fcge und Amphoren mit Lebensmitteln waren ebenfalls an Sammelstellen au\u00dferhalb der H\u00e4user gebracht worden. Zu diesem Abtransport kam es nicht mehr. Der Ausbruch, die sog. Minoische Eruption, dauerte nur kurz, die Menge des ausgesto\u00dfenen lockeren Materials war gering. Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen. Es ist daher anzunehmen, dass die Fl\u00fcchtlinge durch Gase der Eruption oder durch Flutwellen doch noch ums Leben kamen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Datierung der Eruption und damit des Untergangs der Stadt Akrotiri ist nicht vollst\u00e4ndig gesichert. Begraben wurde die wahrscheinlich erste europ\u00e4ische Stadt unter Lava und Asche. Manche Forscher setzen sie sogar mit dem sagenhaften Atlantis gleich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht weit ist es hinab zum Meer. Wir wandern am Ufer entlang. Als bequem will ich den Weg zwar nicht bezeichnen, daf\u00fcr sehr abwechslungsreich. Am feinkiesigen schwarzen Strand erholen wir uns bis 14.3o Uhr zu viert im Meer, es gab sogar kleine Wellen. Zur Gruppe sto\u00dfen wir in <strong>Vlichada<\/strong>. Auff\u00e4llig der hohe Schornstein einer restaurierten Tomatenfabrik. In derselben westlichen Richtung setzen wir unsere Wan\u00adderung fort mit einem kleinen Abstecher zu zwei Felsengr\u00e4bern .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Perissa<\/strong> r\u00fchmt sich nach Kamari als zweites Badeparadies auf der Insel. Der Strand ist durch eine Promenade durchg\u00e4ngig erreichbar. Auf dieser Strandstra\u00dfe entlang an den standardm\u00e4\u00dfigen touristischen Einrichtungen qu\u00e4len wir uns \u00fcber 4 km, die letzten Schritte im Eiltempo. Siggi h\u00e4lt das fahrplanm\u00e4\u00dfige Boot auf, das uns um den Felssporn des Mesa Vouno zum Nachbarort Kamari zur\u00fcckbringt. Bis zum gemeinsamen Abendessen sitze ich auf den sonnigen Felsen im Meer.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 09. Oktober &#8211; Ausgrabungen von Akrotiri und K\u00fcstenwanderung Um 9.3o Uhr bringt uns ein Bus in die H\u00f6he, wo wir bald bei den Ausgrabungen von Akrotiri aussteigen. 1967 entdeckte der Arch\u00e4ologe Marinatos eine Stadt der Kykladenkultur mit starkem Einfluss der minoischen Kultur. 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