{"id":2119,"date":"2012-07-16T21:35:54","date_gmt":"2012-07-16T20:35:54","guid":{"rendered":"http:\/\/adrianwood.ch\/?page_id=2119"},"modified":"2012-07-16T21:35:54","modified_gmt":"2012-07-16T20:35:54","slug":"04-23-antifonitis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/?page_id=2119","title":{"rendered":"04-23 Antifonitis"},"content":{"rendered":"<p><strong>Montag, 23.April, Wanderung zur byzantinischen Wallfahrtskirche Antifonitis<\/strong><\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"815\">Nach dem wundersch\u00f6nen Wandertag sass ich auf dem Balkon im Hotel Dome in Girne und versuchte meine Notizen zu ordnen, w\u00e4hrend die Sonne gerade am Horizont verschwand. Ich bin mit meinen Notizen nicht sehr weit gekommen, ich war vom Wandern viel zu m\u00fcde. Also musste ich eine Woche sp\u00e4ter weiter schreiben, was f\u00fcr mein Gehirn, keine ganz leichte Aufgabe war.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"407\">\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/zypern15\/image001_r4.jpg\" alt=\"\" \/><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" valign=\"top\" width=\"407\">Wo sollte ich anfangen? Nat\u00fcrlich am Morgen der ganz besonders begann, mit viel Polizei, Milit\u00e4r, Musik, einer Gruppe gleich gekleideter Kinder, staunenden Touristen, vielen Fotografen und anderen Personen. Die Nationalhymne wurde gespielt, Fahnen gezogen. Es gab eine Ansprachen von einem M\u00e4dchen und von einer Frau, was uns erstaunte. Der 23.4. ist ein Ehrentag in der T\u00fcrkei und wir waren ja im t\u00fcrkischen Teil von Zypern. Am 23.4.1924 er\u00f6ffnete Atat\u00fcrk das 1.Parlament und widmete diesen Tag der Jugend. Schon w\u00e4hrend des Wochenendes gab es verschiedene Jugendanl\u00e4sse. Atat\u00fcrk wird im t\u00fcrkischen Teil von Zypern sehr<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"815\">verehrt. In jedem gr\u00f6sseren Ort steht eine Statue von ihm, mal ist er hoch zu Ross oder als ganz normaler B\u00fcrger, aber auf einem Sockel zu sehen. Der Verkehr in den Strassen stand w\u00e4hrend der Ehrung still, so gab es auch f\u00fcr uns eine verz\u00f6gerte Abfahrt. Der erste Halt war beim Supermarkt. Es galt f\u00fcr das Picknick Wasser und Sonstiges einzukaufen. Danach ging es in \u00f6stlicher Richtung weiter. Mit Fotostopp auf dem Pass, um den F\u00fcnf Finger-Berg 740m zu fotografieren. Er geh\u00f6rt zum Pentad\u00e0ktylos-Gebirge, das der r\u00f6mische Kriegsgott Richtung Festland geworfen hat. Ich weiss nicht von wo aus der Gott das Gebirge geworfen hat!! Anne meint: <em>Das hat er von seinem Himmel aus gemacht!<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" valign=\"top\" width=\"407\">Um 10.10 Uhr begann unsere Wanderung bei der Forststation Alevkaya in 640m H\u00f6he. Ein leicht ansteigender Naturstrasse, durch einen Kiefernwald, der vor ca. hundert Jahren von den Engl\u00e4ndern aufgeforstet wurde. Er gab uns Schatten und eine angenehme K\u00fchle. Von der Insel sind 16 % mit dichtem Wald bedeckt, was im mediterranen Raum Seltenheitswert hat. Die Insel wurde 16 mal abgeholzt und wieder aufgeforstet. Ben\u00f6tigt wurde das Holz z.B. f\u00fcr den Bau der Pyramiden in \u00c4gypten, f\u00fcr den Schiffbau, auch f\u00fcr Alexander den Grossen, f\u00fcr den Kupferabbau und vieles mehr.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"407\">\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/zypern15\/image003_r4.jpg\" alt=\"\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" valign=\"top\" width=\"407\">Nach einer Stunde waren wir 100m gestiegen und es gab eine Pause von 15 Min. Alle weiteren Pausen waren ebenfalls an sch\u00f6nen, schattigen und sonnigen Stellen, je nach Bed\u00fcrfnis konnte man sich f\u00fcr Sonne oder Schatten entscheiden. Das Besondere an dieser Strecke war, dass wir zeitweise nach S\u00fcden in die Mesa\u00f2ria-Ebene, der Kornkammer Zyperns blickten und manchmal nach der Nordseite das Meer sehen konnten. Der h\u00f6chste Punkt der Wanderung war bei 770m, von da an ging es bergab zur byzantinischen Wallfahrtskirche Antifonitis.In dieser erlebten die Pilger ihre Gebete und Ges\u00e4nge als Echo. Mit Wasser gef\u00fcllte Tonkr\u00fcge, in L\u00f6chern im Mauerwerk der Kirche aufgestellt, f\u00fchrten zu dieser Tonwiedergabe und bei den Gl\u00e4ubigen zu der Vorstellung, dass ihre Worte erh\u00f6rt werden. Die in den 20er Jahren des vorigen Jahrhundert verlassene Kirche mit ihren reichen Fresken blieb unbeaufsichtigt, ja unverschlossen.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"407\">\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/zypern15\/image005_r4.jpg\" alt=\"\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"815\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" valign=\"top\" width=\"407\">1976 war es, als Kunstr\u00e4uber die Wandmalereien gnadenlos abbrachen. Bevorzugte Objekte f\u00fcr Gesch\u00e4fte dieser Art sind die Gesichter der abgebildeten Figuren, meist Heiligen. Als man die Schande entdeckte, war die &#8216;Ware&#8217;, getarnt als Umzugsgut, bereits auf dem Weg \u00fcber die T\u00fcrkei, Griechenland, Schweiz nach Deutschland. Dank enger Zusammenarbeit der t\u00fcrkischen und deutschen Polizei gelang es, die gestohlene Ware vor deren Verkauf zu beschlagnahmen und ein langer b\u00fcrokratischer Weg f\u00fchrte die Teile der Wandmalerei der Wallfahrtskirche Antifonitis zur\u00fcck nach Zypern, wo man sie im Ikonenmuseum von Nikosia bewundern kann. Unbegreiflich sind weitere Verst\u00fcmmelungen an den W\u00e4nden der Kirche. Griechische Frauen kratzen Mauerwerk aus den Gesichtern von Heiligendarstellungen, um diese in einem Amulett, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, auf ihrem K\u00f6rper zu tragen.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"407\">\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/zypern15\/image007_r4.jpg\" alt=\"image007_r4\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"815\">Sobald der Staat einen Lottogewinn erziele, sagte unser Wanderleiter mit seinen profunden Kenntnissen, werde auch dieses Kunstwerk restauriert, welches jetzt lediglich bewacht wird.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"407\">\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/zypern15\/image009_r4.jpg\" alt=\"image009_r4\" \/><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"407\">\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/zypern15\/image011_r4.jpg\" alt=\"\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"815\">Nach der Besichtigung gab es beim W\u00e4chterhaus eine Kaffee-Pause mit diversen t\u00fcrkische Kaffeearten, ohne Zucker (sk\u00e9tto), wenig Zucker (m\u00e9trio) oder s\u00fcss (glik\u00f2) und dazu gef\u00fcllten Keksen.Auf dem Parkplatz stand der Bus in Wartestellung und brachte uns zu einer Taverne, wo das Essen schon auf uns wartete. Auf den Tischen standen viele gef\u00fcllte Teller mit einheimischen Speisen, wir konnten uns bedienen und den Hunger stillen, es wurden noch andere K\u00f6stlichkeiten verteilt. Dazu gab es Wasser und Wein, jedem nach seinem Gusto.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"407\">\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/zypern15\/image013_r4.jpg\" alt=\"image013_r4\" \/><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"407\">\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/zypern15\/image015_r4.jpg\" alt=\"\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"815\">Das Wetter war spitze und der Badestrand lockte, sodass die H\u00e4lfte der Gruppe ein k\u00fchles Bad wagte. Nur Christa kam etwas zu kurz, da sie erst zum Baden ging, als die Ersten wieder aus dem Wasser stiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bus brachte uns zum Parkplatz bei der Festung in Girne und die ganze Wanderschar spazierte durch die Hafenanlage zu ihren Hotels. Mir reichte es gerade zum oben erw\u00e4hnten Sonnenuntergang.<\/p>\n<p>Brigitte H. und Anne<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"815\">\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/zypern15\/image017_r7.jpg\" alt=\"image017_r7\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"815\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"815\">\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/zypern15\/image019_r7.jpg\" alt=\"image019_r7\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 23.April, Wanderung zur byzantinischen Wallfahrtskirche Antifonitis Nach dem wundersch\u00f6nen Wandertag sass ich auf dem Balkon im Hotel Dome in Girne und versuchte meine Notizen zu ordnen, w\u00e4hrend die Sonne gerade am Horizont verschwand. 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