{"id":3543,"date":"2014-12-20T16:05:57","date_gmt":"2014-12-20T15:05:57","guid":{"rendered":"http:\/\/adrianwood.ch\/?page_id=3543"},"modified":"2016-04-27T12:53:42","modified_gmt":"2016-04-27T12:53:42","slug":"05-16-lac-nino","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/?page_id=3543","title":{"rendered":"05-16 Lac Nino"},"content":{"rendered":"<h2>16. Mai, Poppaghia 1076m &#8211; Lac Nino 1743m \u2013 Castellu di Verghio, 5.5 Std. oder Col de Verghio &#8211; Foret d\u2019Aitone (baden) \u2013 Evisa, 3.5 Std.<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben die erste und f\u00fcr die meisten sicher eine k\u00fchle Nacht im Hotel l\u2019Aitone in Evisa verbracht. In Faserpelze geh\u00fcllt sitzen wir nach 8.00 am Fr\u00fchst\u00fcckstisch und bedienen uns mit Croissants (f\u00fcr jeden ein St\u00fcck) Brot und Getr\u00e4nke \u00e0 discretion. Butter und Konfit\u00fcre aber sind auf ein St\u00fcck pro Person limitiert, was die Verteilung auf dem Brot etwas schwierig macht.<br \/>\nVor unserer Abfahrt um 9.30 k\u00f6nnen wir noch im Dorfladen unseren Proviant f\u00fcr heute und morgen einkaufen gehen. Ich benutze den Zehn &#8211; Minuten Spaziergang ins Dorf, um einige Fotos vom Dorf Evisa zu machen. Die Felskulisse hinter Evisa sieht gro\u00dfartig aus. Noch wei\u00df ich nicht, dass wir in 5 Tagen auf einem dieser hohen Felsbl\u00f6cke, dem Capu d\u2019Ortu, stehen werden.<br \/>\nUm genau 9.30 f\u00e4hrt der Bus ab in Richtung Poppaghia ab. Die Strasse f\u00fchrt durch den For\u00eat d\u2019Aitone auf den Col de Vergio, dem h\u00f6chsten Pass von Korsika (1477m) (10.00). Hier k\u00f6nnen die Kurzwanderer aussteigen und auf dem Weg \u201e Mare a Mare\u201c zur\u00fcck nach Evisa wandern.<br \/>\nIch steige schnell aus dem Bus, um die Sicht auf den Calacucchia\u2013Stausee im Tal unten aufzunehmen. Weiter geht die Fahrt durch den endlos scheinenden Wald hinunter zum Forsthaus von Poppaghia (1076m), wo wir um 10.25 ankommen. Um 10.30 sind wir bereit zum Abmarsch in den Kieferwald (Laricio Kiefern oder Schwarzkiefern) von Valdu Niellu (Korsisch: Schwarwald), welches ein Schutzgebiet ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image004_r35.jpg\" alt=\"image004_r35\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image002_r35.jpg\" alt=\"image002_r35\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Landschaft ist sehr wild und malerisch. Im lichten Wald finden wir den fast schon verbl\u00fchten Affodil. Die stetige leichte Steigung des Pfades l\u00e4sst uns bald unsere Jacken ausziehen.<br \/>\nEin Bergbach in einem Bachbett mit m\u00e4chtigen Steinen, die Colga ist eine Art von Hindernis, das Anlass f\u00fcr viele Fotos bietet. \u00dcber riesige Steinplatten, Ger\u00f6ll und Grasfl\u00e4chen folgen wir den gelben Wegzeichen, wobei jeder sich seinen eigenen Weg zu suchen scheint. Dieser Weg ist ein Abenteuer und verspricht immer wieder neue Aussichten, dh. Fotosujets nach vorn und hinten. Bald scheint dann eine Trinkpause f\u00e4llig zu sein, bevor wir weiter kraxeln und bald die Waldgrenze hinter uns lassen. Die Steinm\u00e4nnchen weisen uns den Weg \u00fcber riesige absch\u00fcssige Steinplatten, auf denen es bei gutem Wetter angenehm zu gehen ist. Wir lassen die letzten Kiefern hinter uns und blicken in den gr\u00fcn\u2013grauen Talgrund hinein, dessen Abschluss der Bergsattel Bocca a Stazzone bildet. Wir lassen die Bergerie de Colga rechts liegen.<br \/>\nEs folgt ein anstrengender, schwei\u00dftreibender Aufstieg \u00fcber Ger\u00f6ll und riesige Felsplatten, der eine echte \u201eSchl\u00fcsselstelle\u201c birgt, welche f\u00fcr die einen oder anderen eine echte Herausforderung bietet, die aber bestens gemeistert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image007_r35.jpg\" alt=\"image007_r35\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image009_r35.jpg\" alt=\"image009_r35\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image011_r35.jpg\" alt=\"image011_r35\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image013_r35.jpg\" alt=\"image013_r35\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image015_r35.jpg\" alt=\"image015_r35\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image017_r35.jpg\" alt=\"image017_r35\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image019_r35.jpg\" alt=\"image019_r35\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image021_r35.jpg\" alt=\"image021_r35\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Trinkhalt ist dann wieder angesagt. Von hier aus bietet sich ein wunderbarer Ausblick hin\u00fcber auf den Capu Tafunatu und den Paglia Orba, Berge, denen wir noch im Laufe dieser Woche begegnen werden. Grosse Wolken segeln am Himmel und bedecken die Sonne und es wird k\u00fchler. Wir machen uns wieder auf den Weg und erreichen nach weiteren Kletterpartien den Bocca a Stazzione, wo es kalt und windig ist (1762m) (13.35).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade l\u00e4sst sich noch ein Blick auf den Talgrund des Lac de Nino erhaschen bevor die Gegend im Nebel verschwindet. Wir halten an, um all unsere Kleider anzuziehen und uns f\u00fcr ein Gruppenbild zu positionieren. Mich wundert, welche Sicht wir nun verpassen.<br \/>\n\u00dcber gr\u00fcne Alpweiden steigen wir zur Seenplatte hinunter und umrunden den wohl ehemaligen See, von welchem nur noch die vielen \u201ePozzines\u201e Grasinseln aus Torf \u00fcbrig bleiben, welche von Wasserl\u00e4ufen umgeben sind. Der Name dieser Pozzines leitet sich vom korsischen Namen f\u00fcr die Wasserl\u00f6cher (i pozzi) ab.<br \/>\nF\u00fcr Interessierte siehe: http:\/\/www.kallistea.com\/decouverte\/nino.htm &#8211; haut<br \/>\n<em>Ces pozzines sont des \u00e9tendues de pelouses tourbeuses qui entourent les lacs de montagne et qui constituent le dernier stade de comblement des lacs. Constitu\u00e9es de r\u00e9sidus de v\u00e9g\u00e9taux, elles renferment diverses esp\u00e8ces de mousses. D&#8217;un beau vert tendre, tirant parfois ver le gris, elles peuvent avoir plusieurs milliers d&#8217;ann\u00e9es ! Ces pozzines sont des \u00e9tendues de pelouses tourbeuses qui entourent les lacs de montagne et qui constituent le dernier stade de comblement des lacs. Constitu\u00e9es de r\u00e9sidus de v\u00e9g\u00e9taux, elles renferment diverses esp\u00e8ces de mousses. D&#8217;un beau vert tendre, tirant parfois ver le gris, elles peuvent avoir plusieurs milliers d&#8217;ann\u00e9es !<\/em><br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image024_r35.jpg\" alt=\"image024_r35\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image026_r35.jpg\" alt=\"image026_r35\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image027_r7.jpg\" alt=\"image027_r7\" \/><br \/>\nAuf der Bocca a Stazzone am Lac de Nino<br \/>\nWir begegnen einigen Pferden, die sich an den feinen Gr\u00e4sern der Pozzines g\u00fctlich tun. Hier sollen sonst auch K\u00fche und Schweine weiden. Hat sie der Nebel verschluckt? Leider lassen es die wei\u00dfen Nebelschwaden nicht zu, ein wirklich gutes Bild vom Lac de Nino zu machen Aber zum Gl\u00fcck gibt es ja das Internet. Dort fand ich sehr sch\u00f6ne Bilder.<br \/>\n\u00dcbrigens entspringt der zweitgr\u00f6\u00dfte Fluss von Korsika, der Tavignano dem Lac de Nino (er flie\u00dft durch das Vall\u00e9e de Restonica and die Ostk\u00fcste und m\u00fcndet bei Aleria ins Meer). In einem Fotoalbum aus dem Jahre 1974 habe ich ein Bild von mir in Tavignano badend gefunden! Unter ganz anderen Umst\u00e4nden finde ich mich wieder in Korsika. Wie die Zeit vergeht!<br \/>\nAm Seeufer finden wir dann den Einstieg zur GR20, die uns in sanfter Steigung zur Bocca a Reta (1883m), dem h\u00f6chsten Punkt unserer Tageswanderung bringt. Leider gibt es auch von hier oben keinerlei Aussicht, weder auf den Lac Nino noch auf den Capu a u Tozzu., (aber dessen Pyramide haben wir ja von unten in Tal gesehen). Der Wind bl\u00e4st uns um die Ohren. Wohl denen,die nach der Erfahrung von gestern die M\u00fctzen und Stirnb\u00e4nder eingepackt haben! Wir scheinen nun auf der Westseite des Grates zu gehen. Das Terrain ist sehr steinig und unwegsam. Irgendwann wechselt der Pfad zur\u00fcck auf die Ostseite. Von hier aus k\u00f6nnten wir eine phantastische Aussicht nach Norden auf die gr\u00f6\u00dften Berge von Korsika haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image028_r7.jpg\" alt=\"image028_r7\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir steigen \u00fcber Weiden und Schuttwiesen hinunter und gelangen dann in einen lichten Buchenwald. Wir sehen die ber\u00fchmten windgebeugten Buchen in der N\u00e4he vom Col de St. Pierre (1452m) den wir dann um 16.00 erreichen. Hier steht eine bauf\u00e4llige, kleine Kapelle. Von hier aus haben wir dank einer z\u00f6gernden Aufhellung eine Aussicht in das bewaldete Gebiet des For\u00eat Domanial de Valdu Niellu. Nun steht uns noch der R\u00fcckweg zum Castellu di Vergio, wo der Bus auf uns wartet, bevor. Der Weg durch den Wald erscheint mir sehr lange. Ich glaube wir sind alle froh endlich um ca. 17.30 die Strasse zu erreichen. Zu einem Pastis im Hotel reicht es nicht (dieser Wintersportort samt Hotel wirkt auch nicht sehr einladend), denn der Bus ist abfahrtbereit.<br \/>\nIn Evisa steigen wir bei Sonnenschein aus dem Bus und der Sturm auf die Duschen im Hotel l\u2019Aitone wird bald losgehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/corsica06\/image030.jpg\" alt=\"image030\" \/>Ich erinnere mich nicht mehr an das Menu dieses Abends. Jedenfalls hat alles gut geschmeckt.<br \/>\nM\u00fcde von unserer Tour (Marschzeit 5 Stunden und 47 Minuten, Aufstieg 972m, Abstieg 647m und Streckenl\u00e4nge 14,2km (dank Hanspeter\u2019s GPS Information wissen wir im Nachhinein, was wir geleistet haben) legen wir uns in den kalten Zimmern zu Bett.<br \/>\nWir haben heute eine sehr eindrucksvolle, wilde Landschaft gesehen. Dies war erst die dritte Tour aber mir scheint, ich h\u00e4tte schon so viel erlebt.<br \/>\nEinen gro\u00dfen Dank an Adrian f\u00fcr die gute Tourenwahl und Leitung. F\u00fcr die heutige Schlechtwetterphase k\u00f6nnen wir ihn nicht behaften!<br \/>\nSicher hat er f\u00fcr die n\u00e4chsten Touren Sonne und W\u00e4rme bestellt, denn das Baden steht doch auch auf dem Programm.<br \/>\nMarianne<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>16. Mai, Poppaghia 1076m &#8211; Lac Nino 1743m \u2013 Castellu di Verghio, 5.5 Std. oder Col de Verghio &#8211; Foret d\u2019Aitone (baden) \u2013 Evisa, 3.5 Std. 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