{"id":4001,"date":"2015-04-06T12:25:11","date_gmt":"2015-04-06T11:25:11","guid":{"rendered":"http:\/\/adrianwood.ch\/?page_id=4001"},"modified":"2015-04-06T12:25:11","modified_gmt":"2015-04-06T11:25:11","slug":"05-09-pompeji","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/?page_id=4001","title":{"rendered":"05-09 Pompeji"},"content":{"rendered":"<h2>9. Mai, Reise auf Pompeji im Rahmen des Wanderausfluges an der Costiera amalfitana<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist also entschieden: wir fahren nicht nach Paestum, nicht nach Herculanum sondern nach Pompeji und wenn die Zeit reicht auch nach Paestum. Aber nat\u00fcrlich reichen zu den beiden letzteren Zielen weder Zeit noch Energie.<br \/>\nUm 09:00 h stehen diverse Mitglieder unserer Truppe vor dem Hotel und warten statt auf das Tram auf den Bus C 25, der ber\u00fchmt ist f\u00fcr unregelm\u00e4ssiges Abfahren. Freddy mit seinen beiden \u201eAssistenten\u201c, Burgi, Raffaelo, Adelheid und Marejke, zwei weitere Paare, Brigitte und ich. Endlich kommt der C 25 um 09:25 und bringt uns zum Bahnhof, von wo uns ein Zug um 10:11 nach Pompeiji-Scavi um ca. 10:50 zur Porta Marina bringt. Die Gruppe ist schon getrennt, aber wir werden von Zeit zu Zeit kleinere Formationen von uns wieder antreffen. Es kommen immer mehr Gruppen aus allen Herren L\u00e4ndern mit ihren F\u00fchrern, die sich mehr oder weniger originell in der jeweiligen Touristenprache verst\u00e4ndlich machen. Es herrscht ein babylonisches Sprachengewirr. Man h\u00f6rt chinesisch, japanisch, amerikanisch, franz\u00f6sisch, deutsch, italienisch, spanisch, die osteurop\u00e4ischen Sprachen und sogar russisch \u2013 ganz anders als vor Jahren.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/amalfi15\/01_r35.jpg\" alt=\"01_r35\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/amalfi15\/02_r35.jpg\" alt=\"02_r35\" \/>Seitdem ich vor 41 Jahren da war, hat sich vieles ge\u00e4ndert. Die Ausgrabungen sind viel ausgedehnter und manches ist vom Originalplatz ins Museum verschwunden. Ganze Quartiere sind neu entstanden. Die Ausdehnung ist enorm. Brigitte, die vor ca. 30 Jahren da war und ich erinnern uns an leere offene Strassen aber gar nicht an diese Ausdehnung.<br \/>\nBald stossen wir auf die ersten viel und recht piet\u00e4tlos fotografierten K\u00f6rper von Opfern des Vulkanausbruches: es sind die mit Gips ausgef\u00fcllten L\u00f6cher, welche die K\u00f6rper der unter der 6 Meter hohen Aschekruste begrabenen Leute nach Verwesung der organischen Materialien hinterliessen. Es tut schon weh, wenn man sich vor Augen h\u00e4lt, dass Tausende von Leuten in vielen Museen ihre letzte Ruhe gefunden haben. Auch ist beeindruckend zu merken, wie wenige Fresken, Mosaiken und Statuen an Ort und Stelle noch vorhanden sind. Fast alle verschwanden in den Museen oder anderswo.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/amalfi15\/amalfi-9-5-06-003-small-3_r35.jpg\" alt=\"DIGITAL CAMERA\" \/>Es war am 24. August 79, als ohne Warnung ein Regen aus gl\u00fchender Asche, Kraterauswurf und Feinstaub auf die ca. 40.000 Einwohner niederging und innerhalb von wenigen Stunden alles Leben erstickte. Die Leute wurden mitten in ihrer aktuellen T\u00e4tigkeit vom Schicksal ereilt. So hat man Menschen gefunden, die mitsamt ihren Utensilien bei ihrer Arbeit erfasst wurden, z.B. in der B\u00e4ckerei, wo gerade frisch gebackene Brote gefunden wurden. Oder auch Leute, die sich in den Thermen befanden, beim Essen lagen oder durch das Forum wanderten. Einige fl\u00fcchteten in ihre Weinkeller, erstickten aber wie die anderen unter der ca. 6 Meter hohen Ascheschicht.<br \/>\nDieses Ungl\u00fcck liefert der Nachwelt einen Einblick in das Leben der R\u00f6mer zur damaligen Zeit von unsch\u00e4tzbarem Wert. Bereits im Jahr 62 hatte ein grosses Erdbeben Teile der Stadt zerst\u00f6rt.<br \/>\nDie Reparaturen waren voll im Gange. So ist man auf unvollst\u00e4ndig durchgef\u00fchrte Restaurierungsarbeiten gestossen. Die zuf\u00e4llige Entdeckung von Resten von Pompeji im Jahr 1600 kam dadurch zustande, dass ein Architekt beim Bau eines Umleitungskanals f\u00fcr den Fluss Sarno auf antike Geb\u00e4ude mit Malereien stiess. Bis Ende des 19. Jahrhunderts waren die Grabungen oberfl\u00e4chlich und wertvolle Gegenst\u00e4nde verschwanden entweder in einem lukrativen Schwarzhandel oder in Museen. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte ein Italiener die Idee, ca. 1.100 Menschengestalten und viele Tiere mit fl\u00fcssigem Gips auszugiessen.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/amalfi15\/08_r35.jpg\" alt=\"08_r35\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/amalfi15\/09a_r35.jpg\" alt=\"09a_r35\" \/>Eigentlich war Pompeji aber viel \u00e4lter : die Stadt soll im 8. Jahrh. v.Chr. von Samniten gegr\u00fcndet worden sein. Im 7. Jahrhundert wurde die Gegend von den Etruskern in ihr Reich einverleibt. Erst im 89 v.Chr. nach 9 Jahren Belagerung ergab sich Pompeji dem r\u00f6mischen Diktator Sulla. Im 59 kam es zu einer grossen Schl\u00e4gerei zwischen den Einwohnern von Pompeji und denjenigen von Nocera, einer Stadt im S\u00fcden von Pompeji anl\u00e4sslich eines Gladiatorenkampfes. Man denke an die Schl\u00e4gerei in Basel vom 13. Mai 06 von FCB Fans. Der Senat verf\u00fcgte damals \u00fcber eine Schliessung des Amphitheaters f\u00fcr eine Dauer von 10 Jahren !!!<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/amalfi15\/img_0054_2_r35.jpg\" alt=\"img_0054_2_r35\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/amalfi15\/img_0063_2_r35.jpg\" alt=\"img_0063_2_r35\" \/>Das Amphitheater f\u00fcr 20.000 Zuschauer konnten wir nur von aussen sehen. Die Ruinen des grossen und kleinen Theaters konnten wir geniessen sowie eine Neuinszenierung im wunderbaren Buch mit Diskette \u00fcber Pompeji., Wir konnten in sehr sch\u00f6nen G\u00e4rten spazieren, versuchen uns in die Stimmung der damaligen Zeit zu versetzen und ein wenig zu tr\u00e4umen. Einen lebhaften Eindruck vermitteln auch Patrizierh\u00e4user mit z.T. noch erhaltenen Originalfresken. Dagegen konnten wir das Haus 39, das \u201eLupanar\u201c (Freudenhaus), das seit 4 Jahren restauriert wird, nicht besuchen. Brigitte durfte das Haus vor 30 Jahren schon nicht besichtigen (damals mussten Frauen \u00fcberhaupt draussen bleiben) und heute schon wieder nicht. Sie war ganz entt\u00e4uscht. Sie ersp\u00e4hte allerdings noch ein Fresko, das man gut durchs Gitter fotografieren konnte. Die Frauen der damaligen Zeit kamen, um den Riesenpenis zu ber\u00fchren, damit sie guter Hoffnung w\u00fcrden.<br \/>\nIn der und letzten Periode Pompejis baute man die H\u00e4user zweist\u00f6ckig damit sich die Herrschaften \u00fcber enge Treppeng\u00e4nge zum Schlafen in ruhigere Gefilde zur\u00fcckziehen konnten. Hinter den Ruinen versucht man manche G\u00e4rten wieder zu Leben zu erwecken. In manchen Patios werden Pflanzen\u00f6le und Pflanzenextrakte verkauft. Einige Brunnen funktionieren wieder. Auch beeindrucken die vielen noch erhaltenen Rohrsysteme aus gebranntem Ton und die interessanten Ziegeld\u00e4cher, die mit Tonscherben in Form von Nonne und M\u00f6nch gedeckt sind.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/amalfi15\/p5090432_1_r35.jpg\" alt=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/amalfi15\/p5090434_1_r35.jpg\" alt=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" \/>Am Abend hat Adrian f\u00fcr uns ein Abendessen im Fischrestaurant \u201edel Borgo\u201c auf der kleinen Insel um das Castell dell\u2019 Uovo, also gerade gegen\u00fcber von unserem Hotel reserviert. Wir sind alle vollz\u00e4hlig erschienen. Die Aussicht auf den Vesuv sowie auf Capri ist herrlich klar an diesem Abend. Leider haben wir ausnahmsweise keinen Fotoapparat mitgenommen. Am Tag darauf wird es zu sp\u00e4t sein: wieder sind Vesuv und Capri hinter den Wolken entschwunden. Der lange Tisch f\u00fcr uns 19 Leute passt genau in die Breite des Restaurants. Ein Teil von uns w\u00e4hlt den grossen \u201eCernia\u201c Fisch, der aus einer Tiefe von 250m geangelt wird, andere begn\u00fcgen sich mit sonstigen guten italienischen Speisen. Jedenfalls sind alle zufrieden und geniessen das wohl begossene Abschlussessen.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/amalfi15\/p5090433_1_r35.jpg\" alt=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" \/><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/adrianwood.ch\/wp-content\/gallery\/amalfi15\/p5090431_1_r35.jpg\" alt=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" \/>Am Ende haben wir die Freude und auch die Ehre den letzten vom Wirt gespendeten \u201eLimoncetto\u201c zu schl\u00fcrfen. Brigitte und ich machen noch eine kurze Besichtigung der Insel, die hinter den Jachthafen f\u00fchrt.<br \/>\nEs war ein guter letzter Tag unserer Amalfi Reise. Wieder hat Adrian mit einem Hit zugeschlagen, genau so gut wie am letzten Samstag mit dem Fischmittagessen am kleinen Strand von Benonimo.<br \/>\nDaniel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>9. Mai, Reise auf Pompeji im Rahmen des Wanderausfluges an der Costiera amalfitana Es ist also entschieden: wir fahren nicht nach Paestum, nicht nach Herculanum sondern nach Pompeji und wenn die Zeit reicht auch nach Paestum. Aber nat\u00fcrlich reichen zu den beiden letzteren Zielen weder Zeit noch Energie. Um 09:00 h stehen diverse Mitglieder unserer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.adrianwood.ch\/?page_id=4001\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">05-09 Pompeji<\/span> <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1193,"menu_order":2253,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-4001","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4001","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4001"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4001\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1193"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.adrianwood.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4001"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}