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Zuerst führen wir auf dem Mirador da Conceicao um einen schönen Blick über Horta und einen grossen Teil der Rest der Insel zu bekommen. Die Mächtige Caldera von Faial, an deren Hängen Zedern, Wacholderbüsche, Buchen und Farne gedeihen, beherrscht das menschenleere Inselinnere. Nur Kühe grüssen den Besuchen am Strassenrand.

Pico ist eine Perle unter den Azoren-inseln und mit einer berauschenden Landschaft gesegnet. Allgegenwärtig ist der Vulcan Pico Alto - ein Berg von majestätischer und einzigartiger Schönheit. Er nimmt der ganzen Westen der Insel ein und sein Gipfel, im Winter von einer weissen Haube überzogen, küsst die Wolken. Zu seinen Füssen breiten sich Weinbau Gebiete aus, die seit 2004 auf der UNESCO-Welterbeliste stehen.

In der Bucht von Horta reihen sich vornehme Stadthäuser, Kirchen und Paleste an einander. Dazwischen liegt die Festung Castelo de Santa Creuz und Ihr Jachthafen. Ihn steuern Segelboote aus aller Welt an, was dafür sorgt, dass über Horta ein Hauch der grossen Welt weht. Das Zentrum hinterem Hafen prägen reicht geschmückte Fassaden alter Bürgerhäuser, ausserdem kleine Läden und Boutiquen, einfacher Bars und schicke Cafés.

Nach einer Kaffeepause mittendrin die Piazza vor unserem Hotel, haben wir angefangen bei dem Sé Catedral, das grösste Gotteshaus der Azoren. Das Innere des dreischiffigen Baus besitz aber unter seiner schweren Kassettendecke wenig Prunk. Wir liefern dann an den anderen Sehenswürdigkeiten relative schnell vorbei bis wir den Convento e Igreja de Sao Goncalo erreichte.

Eingebettet in eine sattgrüne Landschaft liegt nahe dem 622m hohen Pico Gordo der Lagoa do Negro, im Winter ein kleiner Bergsee, im trockenen Sommer ein Tümpel. Die Wanderung führt von hier zu drei Lavadomen – fast pfropfen förmige Erhebungen, die durch rasche Abkühlung zähflüssiger Lava unmittelbar über Vulkanschloten entstanden und die die Natur erst so langsam zurückerobert.

Der Weg verwandelt sich schon kurz darauf in einen Pfad wie aus ‘Jurassic Park`. Im Anschluss führt der Pfad über Wiesen, durch Wäldschen und schliessich als spektakulärer Schneisen Weg zum Miradouro Faja Redonda. Man geniest von diesem Aussichtsbalkon ein Panorama über die Caldeira de Guiherme Moniz, mit parzellierten Weiden, Rinder in der Ebene und eine Farm.

Der Hafenstadt, Ponte Delgada, wird gerne als die Hauptstadt der Azoren bezeichnet. Und in der Tat ist sie es wenn auch nicht offiziell. Als Schmuckkästen präsentiert sich Ponta Delgada aber nicht, obwohl Klöster, Kirchen und Paläste das Zentrum bereichern und so manche Gasse Charme verleihen. Die meisten Strassenzüge im teils verkehrsberuhigten Zentrum sind durchaus Apart.

Die Vulcanseen Lagoa Azul und Lagoa Verde zählen zu den landschaftlichen Highlights Sao Miguels. Auch das Bauerndorf Sete Cidades, das sich an die Seen schmiegt, lohnt einen Besuch. Ein unvergessliches Erlebnis und Hohepunkt einer Tour durch den Inselwesten ist an wolkenlosen Tagen die Aussicht auf den beiden Seen von den Vista do Rei. Alleine geniesst man das Panorama allerdings nur selten – die Aussichtspunkte sind im Sommer krass überlaufen.

Wir durften fahren mit unserem Bus zum malerischen Kratersee, Lagoa do Fogo, auf 610m Hohe. Bei herrlichem Wetter beeindruckte das Spiel der Farben: das zarte Hellgrün des Sees, das Weiss des Sandstrands, das gelbgrün der umgebenden Moose, Wiesen und Wälder und dazu das Meeresblau am Horizont. Die höchste Erhebung stellt der Pico da Barrosa (947m) da, dessen Gipfel Antennen und Sendemasten krönen.

Am letzten Tag habe ich die Gelegenheit genommen noch eine Walbeobachtungstour zu unternehmen. Genauer gesagt war es eine Delfinbeobachtungstour, weil keine Wale gesichtet wurden. Es war trotzdem interessant und ganz anders als die erste Tour, weil es fand mit einem grossen doppelstöckigen gelben Katamaran anstatt einen Zodiac statt. Das Schiff ist fast bis zum Östlichen Ende von dem Insel Sao Miguel gefahren. Der erhöhten Lage auf dem oberen Deck gab eine gute Sicht auf den Delfinen die manchmal sehr nähe kamen.

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